Bauphysik

„Leise allein genügt oft nicht!“

Eine zu geringe Schalldämmung, zu laute Schallübertragungen von und durch haustechnische Anlagen, eine schlechte Sprachverständlichkeit, ungeeignete Nachhallzeiten oder eine zu geringe Raumbedämpfung können die Nutzungsqualität in Aufenthaltsräumen stark einschränken. Das Ziel muss es deshalb sein, für geplante und auch für bereits bestehende Nutzungen ein gutes akustisches Klima her- und sicherzustellen.

Bauakustik

Für eine gute akustische Qualität von Gebäuden sind meist die Schalldämmung von Bauteilen sowie die Körperschallentkopplung von haustechnischen Anlagen entscheidend. Zielsetzung der bauakustischen Planung von Gebäuden ist das Vermeiden von störenden Schallübertragungen von außen und innerhalb der Gebäude. Mit den Leistungen für Bauakustik untersucht die LÄRMKONTOR GmbH Schallübertragungen in Gebäuden und beurteilt diese in Abhängigkeit der geplanten Nutzung.

Wir führen auch den Nachweis des ausreichenden Schallschutzes im Baugenehmigungsverfahren und erstellen Schallschutznachweise zu allen Belangen der Bauakustik.

Berechnung und Messung der Außenlärmpegel

Der für die schalltechnische Dimensionierung der Außenbauteile von Gebäuden „maßgebliche Außenlärmpegel“ wird üblicherweise als Beurteilungspegel vor der Fassade berechnet.

Wir führen zudem Schallpegelmessungen zur Ermittlung des Außenlärmpegels im Ist-Zustand und zur Abnahme der bauakustischen Qualität nach Fertigstellung einer Baumaßnahme durch.

Schallmessungen für Bauakustik

Schallmessungen werden

  • für Nachweise des Schallschutzes im Bestand,
  • bei beklagten störenden Schallübertragungen in Gebäuden,
  • zur Bestandsanalyse des Schallschutzes von Gebäuden,
  • zur Qualitätsüberwachung im Zuge der Bauausführung
  • oder zur Abnahme nach Fertigstellungen

durchgeführt.

Die Messergebnisse werden bei Bedarf zur Grundlage für die Ausarbeitung von Maßnahmen zur Einhaltung der schallschutztechnischen Anforderungen etwa nach DIN 4109 oder VDI 4100. Zudem können aus Messergebnissen Empfehlungen für einen höheren schallschutztechnischen Komfort abgeleitet werden.

Nachweis der „HafenCity-Lösung“

Der „Hamburger Leitfaden Lärm in der Bauleitplanung 2010“ enthält als eine wirksame Schallschutzmaßnahme das sogenannte „HafenCity-Fenster“, auch „Hamburger Fenster“ genannt. Mit diesem Konstruktionsansatz können auch niedrige, für einen gesunden Schlaf erforderliche nächtliche Schalldruckpegel bei teilweise geöffneten Fenstern erreicht werden.

Die LÄRMKONTOR GmbH verfügt seit mehr als 15 Jahren über umfangreiche Erfahrungen mit dem HafenCity-Fenster. Wir führen zu den baulichen Ausführungen der Fenster und technisch vergleichbarer Lösungsansätze die entsprechenden Prüfungen und Nachweise durch.

Auch zu den besonderen Fensterkonstruktionen zur Erreichung eines definierten Innenpegels führen wir Schallpegelmessungen zur Abnahme der bauakustischen Qualität nach Fertigstellung der Baumaßnahme durch.

DEGA-Schallschutzausweis für Wohngebäude

Auf Grundlage von schallschutztechnischen Prognoseberechnungen oder Schallpegelmessungen stellen wir zusätzlich zu den bauakustischen Nachweisen etwa nach DIN 4109 auch DEGA-Schallschutzausweise für Wohngebäude aus, die eine Klassifizierungen des Schallschutzniveaus ermöglichen.

Raumakustik

Zum Erreichen einer guten Raumakustik untersuchen wir alle Aspekte der akustischen Qualität von Räumen. Für diese sind die Art und die Anordnung von schallabsorbierenden und reflektierenden Raumoberflächen oder auch von schallabschirmenden Bauteilen entscheidend.

Vorrangiges Ziel der raumakustischen Planung ist neben einer Minderung des Schalldruckpegels, das Erreichen einer guten Sprachverständlichkeit oder auch das Vermeiden von störenden Schallübertragungen aus anderen Räumen. Die LÄRMKONTOR GmbH berät insbesondere zu folgenden Aspekten der Raumakustik:

Anforderung an die Sprachverständlichkeit

Räume, die primär der Darbietung von Sprache dienen, wie etwa Gemeindesäle, Unterrichts- oder auch Besprechungsräume sollten so geplant und ausgeführt werden, dass eine gute Sprachverständlichkeit erreicht wird. Für die Sprachverständlichkeit sind der Direktschall, die Reflexionen sowie die Nachhallzeit entscheidend.

Anforderung an die Raumbedämpfung

Räume, die primär dem Aufenthalt von Menschen dienen, wie etwa Lesesäle in Bibliotheken, Großraumbüros, Pausenhallen, Restaurants oder Eingangshallen sollten so geplant und ausgeführt werden, dass eine der Nutzung entsprechende Raumbedämpfung erreicht wird.

Anforderung an die Schallübertragung

Räume, die eine hohe Anforderung an die Schallübertragung aufweisen, wie etwa Theatersäle, Mehrzwecksäle und Großraumbüros sollten so geplant und ausgeführt werden, dass eine der Nutzung entsprechende Schallübertragung erreicht wird. Für die Schallübertragung sind der Direktschall, die Reflexionen sowie die Nachhallzeit entscheidend.

Technische Akustik

Für eine ausreichend niedrige Schallübertragung von haustechnischen Anlagen in Räumen, untersuchen und beurteilen wir im Bereich der Technischen Akustik die Körperschallentkopplung von schwingungserzeugenden haustechnischen Anlagen, die Schalldämmung von Bauteilen sowie die Einfügungsdämmung von Schalldämpfern.

Im Zuge der technischen Akustik berät die LÄRMKONTOR GmbH zu folgenden Themen:

Luftschallübertragung durch Bauteile

Zur Minderung der Schalldruckpegel von geräuschintensiven Geräten oder Anlagen (etwa Lüftungsanlagen, Kältemaschinen, Rückkühlwerke, Wärmepumpen, Blockheizkraftwerke oder Pumpen) in Wohn- und Arbeitsräumen werden luftschallschutztechnische Maßnahmen auf Grundlage von frequenzabhängigen Berechnungen ausgearbeitet. Grundlage hierfür ist die Kenntnis der technischen Daten der Geräte oder Anlagen und der geplanten oder vorhanden Bauteile. Aus der Kenntnis der Anlagen und des Gebäudes wird die Luftschall-Übertragung im Gebäude so gedämmt, dass schutzwürdige Räume auch entsprechend genutzt werden können.

Körperschall- und Schwingungsentkopplung

Die Einhaltung erforderlicher Schalldruckpegel in Wohn- und Arbeitsräumen bei Körperschallübertragungen wird durch die körperschallentkoppelte Aufstellung oder Befestigung von schwingungserzeugenden Geräten und Anlagen (etwa Lüftungsanlagen, Kältemaschinen, Rückkühlwerke, Wärmepumpen, Blockheizkraftwerke oder Pumpen) erreicht. Die Körperschallentkopplung wird auf Grundlage der technischen Daten der Geräte oder Anlagen sowie der geplanten oder vorhanden Bauteile geplant.

Luftschallübertragung durch Kanäle

Zur Vermeidung störender Luftschallübertragungen über Lüftungskanäle von Lüftungsanlagen sowie zur Vermeidung von Telefonie-Schallübertragungen über Lüftungskanäle führen wir frequenzabhängigen Kanalnetzberechnungen durch. Die Berechnungen erfolgen auf Grundlage der technischen Daten der Lüftungsanlagen, der Geometrie der Lüftungskanäle im Gebäude, der geplanten Schalldämpfer im Kanalnetz sowie der geplanten oder vorhanden Bauteile. Bei Bedarf werden luftschallschutztechnische Maßnahmen auf Grundlage der Berechnungen ausgearbeitet.

Dieser Beitrag wurde verfasst in Allgemein. Setzen Sie ein Lesezeichen für den Permalink.