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OVG Gerichtsurteil zum Neubau des Quartiers „Alter Stadthafen / südlich der Hunte“ in Oldenburg

Die Stadthafen GmbH plant den Neubau eines Quartiers auf der Fläche des heute ansässigen Rheinumschlags südlich der Hunte an der Rheinstraße mit dem Namen „Alter Stadthafen / südlich der Hunte“ in Oldenburg. Der Bereich der geplanten Nutzung auf einer heute gewerblich genutzten Fläche soll zukünftig als Gewerbegebiet, Urbanes Gebiet und Allgemeines Wohngebiet genutzt werden.
Damit rückt Wohnen an bestehenden, südlich gelegenen gewerblich genutzten Flächen und Industriebetrieben heran. Es entstehen bedeutende Konflikte zwischen den Nutzungen durch Gewerbelärm. Im Rahmen der Abwägung besteht die Konfliktbewältigung in den Maßnahmen: Abfolge der Gebietsnutzungen MU-WA, Sicherung eines Gebäuderiegels im MU, Lärmschutz durch relative Gebäudehöhen, Grundrissorientierung der Wohnungen zum Wasser, Hufeisenform der Gebäudekörper mit Öffnungen zum Wasser, verglaste Vorbauten vor verbleibenden Gewerbelärmbeeinträchtigungen.
Der Bebauungsplan wurde 2018 festgestellt. Die benachbarten Gewerbebetreibende haben den Bebauungsplan im Normenkontrolleilverfahren angefochten. Das OVG Lüneburg hat die Klagen zurückgewiesen.

Tenor des Urteils des OVG Lüneburg 1.Senat AZ: 1 MN 146/19 und 1 MN 147/19 vom 21.02.2020:

  • Flächenbezogener Schalleistungspegel von 60/45 für ein GE ist typisch. Der für die Fläche des Klägers angesetzte 60/53 aus den Nutzungen Disko und Bowling-Center ist überzeugend. Messungen haben die Plausibilität der gerechneten Werte ergeben.
  • Summierungseffekte von Gewerbe- und Verkehrslärm ist in die Abwägung eingestellt worden, insbesondere, weil die Grenze zur Gesundheitsgefährdung teilweise überschritten ist.
  • OVG zitiert aus BVerwG (Urteil vom 22.03.2007, 4 CN 2.06): Trennungsgrundsatz im Gegensatz zu sparsamen Umgang von Grund und Boden. In umweltbelasteten Gebieten kann ein berechtigtes Interesse bestehen, neue Baugebiete auszuweisen, um Abwanderung zu verhindern. Scheiden größere Abstände aus, ist durch bauliche und technische Vorkehrungen zu sorgen, dass keine ungesunden Wohnverhältnisse entstehen.
    Je weiter die Orientierungswerte überschritten werden, desto gewichtiger müssen städtebaulichen Gründe sein, umso mehr die baulichen und technischen Vorkehrungen ausgeschöpft werden. Insbesondere kann in die Abwägung eine Riegelbebauung eingestellt werden. Es ist darauf zu achten, auf der lärmabgewandten Seite der Grundstücke geschützte Außenwohnbereiche zu schaffen.
  • Zu den allgemeinen Gründen für die Erschließung brachliegende innerstädtischen Bereiche für das Wohnen tritt hier die besondere Attraktivität des Unterfangens, zentrumsnah Wohnen mit Blick auf das Wasser zu entwickeln.
  • Mit Festsetzungen zum Zusammenspiel von Nutzungsbeschränkungen, Vorgaben zur Anordnung der Gebäudekörper, Maßnahmen des passiven Schallschutzes, schallabschirmende Vorbauten ist sichergestellt, das im Innern der für das Wohnen zugelassenen Baukörper Lärmwerte eingehalten werden, die ein zumutbares Wohnen ermöglichen.
  • Möglichkeit von Außenwohnbereichen in weiten Teilen der Innenhöfen (mit Einhaltung der DIN18005-Werte).
  • Schutzvorkehrungen führen auch bei vereinzelten Überschreitungen der Gesundheitsschwellenwerte zu gesundem Wohnen (nur bei Verlassen im Freien nicht).
  • Öffnung zum Wasser möglich, obwohl Lärmbeeinträchtigung (durch Schienenweg über Hunte mit Fachwerkbrücke) teilweise gesundheitsgefährdend ist, weil die visuelle Lagegunst das hinnehmbar erscheinen lässt, trotz Schlaf nur bei geschlossenem Fenster. Tiefer in den Innenhöfen ist sogar Schlaf bei gekipptem Fenster möglich.
  • Verglaste Vorbauten wirken wie eine licht- und luftdurchlässige Schallschutzwand, deshalb bestehen darin keine Bedenken. Zwischenraum als schutzbedürftiger Aufenthaltsraum ist in einer Festsetzung ausdrücklich ausgeschlossen.
  • Abwägung zur Lärmentfaltung der Betriebe ist behandelt worden; in Einwendungsschreiben ist nichts zu konkreten Plänen erwähnt.
  • Es ist für die Betreiber zumutbar, die Blendwirkung der eigenen Leuchten durch Nachjustierung und Blendschürzen zu vermeiden.


Wechsel in der Geschäftsführung

In fast 30 Jahren als Geschäftsführer und Hauptgesellschafter der LÄRMKONTOR GmbH hat Christian Popp mit Engagement aber auch mit neuen Ideen und Investitionen das Unternehmen für die Zukunft ausgerichtet. Als Seniorberater wird er in den nächsten Jahren für eine Zusammenarbeit weiter zur Verfügung stehen.

Zum 1. Januar 2020 hat Mirco Bachmeier den Platz von Christian Popp in der Geschäftsführung übernommen. Mirco Bachmeier ist bereits seit 2005 in der LÄRMKONTOR GmbH beheimatet und freut sich auf die neuen Aufgaben. Dabei ist ihm das Thema Kundenzufriedenheit besonders wichtig, es werden aber auch die in der Zukunft anstehenden Herausforderungen, die sich z.B. durch die Digitalisierung ergeben, mit in den Fokus genommen.

TERMIN – ALD-Veranstaltung „Lärmaktionsplanung – 3. Stufe“

Am 27. November 2019 führt der ALD gemeinsam mit dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen eine Veranstaltung zum Thema „Lärmaktionsplanung – 3. Stufe“ durch.

Weitere Informationen finden Sie HIER.

HBEFA 4.1 / Reale Stickoxid-Emissionen von Diesel-Pkw nach wie vor zu hoch

Diesel-Pkw der neuesten Generation (6d-TEMP) unterschreiten Grenzwerte im Realbetrieb allerdings deutlich

Diesel-Pkw der Abgasnormen Euro 3 bis 6a/b/c weisen im realen Fahrbetrieb nach wie vor deutlich erhöhte Stickstoffoxidemissionen auf. Die Emissionen liegen damit um ein Vielfaches über den Grenzwerten für den Labormesszyklus. Diesel-Pkw der Abgasnormen Euro 6d-TEMP halten die EU-Grenzwertvorgaben dagegen auch im Realbetrieb ein. Das sind die Ergebnisse neuer Abgasmessungen an Fahrzeugen und verbesserter Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) in Zusammenarbeit mit fünf weiteren europäischen Umwelt- und Verkehrsbehörden.

Grundlage der neuen Daten ist das vor kurzem veröffentlichte Handbuch für Emissionsfaktoren des Straßenverkehrs (HBEFA 4.1). Für Euro-6-Diesel Pkw liegen mit 52 untersuchten Fahrzeugen nun deutlich mehr Werte vor, die im praktischen Betrieb auf der Straße gemessen wurden als bei der letzten Version 3.3 des HBEFA aus dem Jahr 2017. Für alle anderen Abgasnormen von Euro 3 bis 5 konnten auf Basis der bereits vorliegenden Messwerte die Emissionen auf der Straße jetzt noch realitätsnäher ermittelt werden: So wurden unter anderem Fahrten mit höherer Beladung und noch realitätsnähere Verkehrssituationen berücksichtigt.

Aus der Pressemitteilung Nr. 29/2019 vom 11.09.2019 UBA

Die komplette Mitteilung finden Sie auf der Website des UBA

 

Lärm-Stress in Restaurants

Wer entspannt ein gutes Essen zu sich nehmen möchte, ist nicht erpicht darauf, vom Nachbartisch Berichte über geschäftliche „Heldentaten“ zu hören. Auch immer gleiche, zu laute Musikkonserven sorgen nicht für Stammgäste.

In viel zu vielen Restaurants treffen wir auf eine nicht optimale, oft sogar unerträgliche Geräuschkulisse. Dabei ist die Raumakustik neben dem Ambiente, den Speisen und Getränken sowie dem Service ein weiterer, immer häufiger ausschlaggebender Faktor bei der Auswahl eines Restaurants. Dessen akustisches Klima entscheidet maßgeblich mit darüber, ob Gästen der Aufenthalt gefällt und sie das Erlebnis als angenehm und wiederholenswert empfinden.

Wir gehen das Lärm-Problem mit Gastronomen gerne gemeinsam an und entwickeln ein passendes Konzept für eine angenehme Akustik.

Mehr zum Thema in aktuellen Meldungen:
www.hogapage.de/nachrichten
www.gastro.de/news

Wir konnten unter anderem schon zur Beratung einer hochwertigen Akustik in Hamburgs höchstem Restaurant Clouds – Heaven’s Bar&Kitchen in den
„Tanzenden Türmen“ beitragen.

Quelle: © Clouds – Heaven’s Bar & Kitchen


Qualitätssicherung durch Ringversuche

 

Vom 22. bis 23. Mai 2019 hat die LÄRMKONTOR GmbH erfolgreich an der 2. Messkampagne der VMPA (Verband der Materialprüfungsanstalten e.V.) am Standort der Gesellschaft für Materialforschung und Prüfungsanstalt für das Bauwesen (MFPA) Leipzig mbH teilgenommen.

Dabei haben wir Vergleichsmessungen (Ringversuche) in den Bereichen Trittschall, Luftschall, Installationsgeräusche, Schallemission und Schallimmission durchgeführt und haben die Gelegenheit genutzt, mit den ebenfalls anwesenden Kolleginnen und Kollegen in einen fruchtbaren fachlichen Austausch zu treten.

LÄRMKONTOR GmbH im Bayerischen Rundfunk

Der Bayerische Rundfunk hat sich am 12. Januar 2019 in seiner Sendung „Gut zu wissen“ mit dem Thema „Gesamtlärm“ befasst. Teile des Beitrags wurden in den LÄRMKONTOR-Räumen in Hamburg gedreht.

Aus der Sendung „Gut zu wissen“ vom Bayerischen Rundfunk
am 12.01.2019 um 19:00 Uhr

MarweinRunde fordert die Absenkung der Schwelle zur lärmbedingten Gesundheitsgefährdung

Sowohl in den maßgeblichen Vorschriften für die Bekämpfung des Verkehrslärms von Straßen und Schienenwegen, als auch in den diesbezüglichen höchstrichterlichen Urteilen wird die Schwelle zur lärmbedingten Gesundheitsgefährdung in Deutschland immer noch bei 70 dB(A) am Tage und bei 60 dB(A) in der Nacht gesehen. Nach Erkenntnissen der Lärmwirkungsforschung sind diese seit Jahrzehnten immer wieder herangezogenen Schwellenwerte überholt.

Dies nahm der Lärmschutzbeauftragte der Landesregierung Baden-Württemberg Thomas Marwein MdL zum Anlass, die LÄRMKONTOR GmbH zu bitten, Lärmwirkungsforscher*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in die sogenannte MarweinRunde einzuladen, um mit ihnen über eine Änderung dieser Schwellenwerte zu diskutieren. Das Ergebnis dieser ersten MarweinRunden finden Sie hier.

Einen ausführlichen Artikel zu dieser Thematik hat der gemeinderat unter dem Titel „Lärmbelastung reduzieren“ in seinem Treffpunkt Kommune veröffentlicht.


Unterzeichnung des Memorandum – v.l.: Uwe Müller, Andreas Seidler, Mark Brink, Christoph Lechner, Thomas Marwein, sitzend: Dirk Schreckenberg. Es fehlt: Susanne Moebus

Quelle: Christian Popp / LÄRMKONTOR GmbH


Landespressekonferenz

Quelle: Christian Popp / LÄRMKONTOR GmbH

 

CNOSSOS –
Europäische Berechnungsmethode für den Umgebungslärm

Mit Bekanntmachung von 28.12.2018 des Bundesanzeigers (BAnz AT 28.12.2017 B7) wurden zum 31.12.2018 die vorläufigen Berechnungsvorschriften für die Berechnung von Umgebungslärm (VBUS, VBUSch, VBUI, VBUF, VBEB) außer Kraft gesetzt und durch die nationale Umsetzung von CNOSSOS (CNOSSOS-DE) ersetzt. Implementiert werden diese durch die folgenden Vorschriften:

  • Berechnungsmethode für den Umgebungslärm von bodennahen Quellen (Straßen, Schienenwege, Industrie und Gewerbe) (BUB)
  • Berechnungsmethode für den Umgebungslärm von Flugplätzen (BUF)
  • Berechnungsmethode zur Ermittlung der Belastetenzahlen durch Umgebungslärm (BEB)
  • Datenbank für die Berechnungsmethode für den Umgebungslärm von bodennahen Quellen (Straßen, Schienenwege, Industrie und Gewerbe) (BUB-D)
  • Datenbank für die Berechnungsmethode für den Umgebungslärm von Flugplätzen (BUF-D)

Link zum Bundesanzeiger: https://www.bundesanzeiger.de

WHO-Konferenz in Basel

Am 10. Oktober 2018 wurden in Basel die neuen „WHO-Leitlinien Umgebungslärm für die Europäische Region“ vorgestellt. An dieser Veranstaltung nahm der Vorsitzende der Geschäftsführung der LÄRMKONTOR GmbH, Christian Popp, teil.

Die komplette englischsprachige Ausgabe „Environmental Noise Guidelines for the European Region“ finden Sie als PDF-Datei hier. Eine deutschsprachige Zusammenfassung der Leitlinien hier.

LärmKongress 2018

Im Auftrag des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg organisierte die LÄRMKONTOR GmbH den zweitägigen LärmKongress 2018. Es wurden praxisrelevante Impulse für neue Ideen im Lärmschutz gegeben sowie Einblicke in aktuelle Entwicklungen in der Lärmbekämpfung ermöglicht und dabei die Vernetzung der teilnehmenden Fachleute nachhaltig gefördert. Zur Internetseite des LärmKongress.

Die folgende Grafik bietet Impressionen von den Inhalten des zweiten Tages. Diese wurde während der Vorträge sowie der Podiumsdiskussion vor Ort angefertigt. Mit einem Klick erhalten Sie die Grafik in voller Auflösung.

Quelle: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg


 

Jahrestagung 2018 der LÄRMKONTOR GmbH

„Eine funktionierende Koexistenz: Hamburger Hafen und Hamburger Fenster“

Die Veranstaltung fand am 22. und 23. Februar 2018 wie gewohnt im Hotel Hafen Hamburg statt und hat sich u.a. mit den Ergebnissen einer Befragung von Menschen befasst, die in Wohnungen mit dem Hamburger Fenster leben. Zudem wurde das bauschalltechnische Nachweisverfahren für das Hamburger Fenster sowie dessen Rolle in der Bauleitplanung vorgestellt. Aus juristischer Sicht wurde die Baurechtsnovelle 2017 beleuchtet, bevor Kollegen aus Hamburg und anderen Bundesländern ihre Herangehensweise beim Schallschutz in der Bauleitplanung darlegten.Kooperationspartner der Tagung ist die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen der Freien und Hansestadt Hamburg. Weitere Informationen finden Sie auf der Tagungs-Seite.

 

Neue Mitarbeiter

Seit dem 15. Mai 2017 unterstützen uns Ruslana Böttcher und Sebastian Straßer bei der Projektbearbeitung im Immissionsschutz.

 

Forschung

Februar 2017 – Im Rahmen des Forschungsvorhabens „Bewertung von Flugrouten unter Lärmwirkungsaspekten“ des Umweltbundesamtes entwickelte die LÄRMKONTOR GmbH zusammen mit den Partnern konsalt, Wölfel und OTSD ein Verfahren zur lärmwirkungsgerechten Beurteilung von Flugrouten. Hierbei wurde auf aktuelle Erkentnisse aus der Lärmwirkungsforschung zurückgegriffen. Der Abschlussbericht steht auf der Seite des Umweltbundesamtes zum Download zur Verfügung.

 

Christian Popp als Experte bei Anhörung

Januar 2017 – Die geplante Änderung der Sportanlagenlärmschutzverordnung (18. BImSchV) wurde am 23.01.2017 bei einer öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit diskutiert. Geplant ist unter anderem, für die Ruhezeiten abends sowie an Sonn- und Feiertagen den Immissionsrichtwert um fünf Dezibel auf den des Tages außerhalb der Ruhezeiten zu erhöhen. Der LÄRMKONTOR-Geschäftsführer Christian Popp war als Experte zur Anhörung eingeladen. Seine Stellungnahme gibt die wesentlichen Punkte seiner Ausführungen im Ausschuss wieder.

 

(0:06:55 – 0:10:20 / 0:46:55 – 0:48:50 / 1:23:30 – 1:26:30 / 1:29:10 – 1:31:20)

 

„Oberbillwerder“

Dezember 2016 – Die LÄRMKONTOR GmbH unterstützt die IBA Hamburg GmbH bei der ersten Planungsphase des Gebiets „Oberbillwerder“ im Osten Hamburgs. Neben schalltechnischen Untersuchungen betreuen wir auch die Erschütterungsgutachten. Auf rund 120 Hektar soll neben Wohnraum auch Einrichtungen für Arbeit, Bildung, Freizeit, Sport und Erholung geschaffen werden.